Fig. 1331.
Sculda pennata Münst. A Exemplar in nat. Gr, B dasselbe vergr. von der Rückenseite, C dasselbe von der Bauchseite (a innere Antenne, e äußere Antenne). (Nach Kunth.)
6. Ordnung. Decapoda. Zehnfüßer.[89]
Kopf und Brustabschnitt vollständig vom Cephalothorax bedeckt. Augen gestielt. Die 5 hinteren Fußpaare unter dem Cephalothorax groß, mit Scheren oder Nägeln versehen. Stirn mit vorspringendem Rostrum. Kiemen unter dem Cephalothorax in besonderen Höhlen gelegen, an die Coxalglieder der Füße angeheftet. Hinterleib verlängert oder kurz, unter dem Cephalothorax eingeschlagen.
A. Unterordnung. Macrura. Langschwänze.
Hinterleib ebenso lang oder länger als der Cephalothorax, mit 4-5 Paar Füßen und großer Schwanzflosse (Telson).
Die jetzt existierenden Macruren leben im Meer und süßem Wasser. Fossile Formen beginnen in der Trias und entfalten im Jura bereits einen großen Formenreichtum.
Die ältesten Macruren gehören zu den Carididen (Garnelen), welche sich durch dünne, hornartige, meist seitlich zusammengedrückte Schale auszeichnen. Die äußeren Fühler stehen unter den inneren, die Beinpaare des Thorax sind lang, dünn und zum Teil mit Scheren versehen.
Im lithographischen Schiefer von Bayern gehören die Gattungen Penaeus Fabricius (Fig. [1332]), Acanthochirus Opp., Bylgia, Drobna, Dusa, Aeger (Fig. [1333]), Blacullina, Udora, Hefriga, Elder Münst., Udorella Opp. zu den Carididen; ebenso die Gattungen Pseudocrangon Schlüt. und Hoplophorus Milne Edw. aus der oberen Kreide von Westfalen, sowie Homelys micropsalis v. Meyer und Palaemon Fabr. aus dem Tertiär.