3.1.4.2.3.1.4.2. P4 gestreckt mit Vorderzacken vor dem Hauptzacken und kräftigem, weit vorne stehendem Innenhöcker. Obere M trituberkulär. M1 mit hohem, dreizackigem Trigonid und beckenförmigem, zackig begrenztem Talonid. M 22 ähnlich M 11. Schädel gestreckt, niedrig, mit ziemlich langer Schnauze. Bulla ossea groß, durch ein Septum vom Tympanicum geschieden. Extremitäten kurz, schlank, plantigrad oder digitigrad, fünf-, selten vierzehig. Schwanz lang.
Fig. 563.
Viverra simplicidens Schloss. Phosphorite. Quercy. Rechter Unterkiefer von innen, nat. Gr.
Fig. 564.
Herpestes lemanensis Pomel (Viverra antiqua Blainv.). Unt. Miocän. Tretaux. Allier. Gaumen von unten, nat. Gr.
Die Viverren sind meist kleine schlanke, schnellfüßige Raubtiere, welche jetzt ausschließlich Asien, Afrika und Südeuropa bewohnen und auch fossil im europäischen Tertiär und im Pliocän und Pleistocän von Südasien vertreten sind. Sie stammen von den Viverravinen des nordamerikanischen Eocän ab. Im Gebiß und Skelett weisen sie noch viele primitive Merkmale auf und zeigen vielfach Anklänge an die ältesten Caniden — Cynodictinae und die ältesten Musteliden — Palaeoprionodon.