Fig. 669.

Xiphodon gracile Cuv. Ob. Eocän. Débruge bei Apt. Vaucluse. A Backenzähne des Oberkiefers, B des Unterkiefers. 3/4 nat. Gr.

Pseudamphimeryx Stehlin (Caenotherium Pictet, Mioclaenus, Plesiomeryx Rütimeyer). Ohne Zahnlücke zwischen P2 und P3. Unterkieferrand eingebuchtet. Schweizer Bohnerze. Phosphorite von Quercy.

Eine oder beide Gattungen besitzen fadenartige seitliche Metapodien. Cuboid und Naviculare verschmolzen.

Dichodon Owen. Obere M mit vier Halbmonden. Ecken der Außenmonde der oberen und der Innenhöcker der unteren M weit vorspringend. Letzter P in beiden Kiefern sehr kompliziert, der obere P4 M-artig, P4 D4 ähnlich. Obereocän. England. D. cuspidatus Owen. Bohnerz von Sigmaringen D. frohnstettensis Fraas.

Haplomeryx Schlosser. P mäßig kompliziert. Obere M anfangs mit fünf, später mit vier Halbmonden. Eocän. Phosphorite, Schweizer Bohnerze.

Tapirulus Gervais. Obere M fünfhöckerig, ohne Mesostyl. Höcker der oberen und Innenhöcker und Monde der unteren M paarweise zu Jochen verbunden. Zahnreihe geschlossen. P mit Ausnahme von P4 trikonodont. Phosphorite. Schweizer und Ulmer Bohnerze. Systematische Stellung unsicher, vielleicht eine Suide.

9. Familie. Caenotheriidae.

Zahnreihe fast vollständig geschlossen, in der Regel 3.1.4.3.3.1.4.3. Obere M aus fünf halbmondförmigen Höckern bestehend, der Protocon in die Hinterhälfte der Krone verschoben. Untere M mit zwei äußeren Halbmonden und zwei konischen Innenhöckern, von denen der zweite nach vorwärts gerückt ist. P ziemlich einfach, oberer C klein, unterer als vierter J, und P1 als Eckzahn entwickelt. Extremitäten vierzehig, die Seitenzehen kürzer und dünner als die Mittelzehen. Cuboid und Naviculare getrennt. Obereocän bis Untermiocän. Europa.

Die Überreste dieser zierlichen, kaum Hasengröße erreichenden Tiere, die offenbar in Rudeln lebten, finden sich besonders häufig in den Phosphoriten von Quercy und im Untermiocän der Auvergne und des Mainzer Beckens.