Ist im Punkte i' der Grundebene eine weitere Figur zu zeichnen, so ziehen wir c'i' und bringen diese Linie in f zum Schnitt mit dem Horizont; verbinden wir f mit d', so ergibt die in i' errichtete Senkrechte den Punkt k', bis zu dem die Figur reicht. Denn die Linien ci und dk sind parallele, horizontale Gerade, müssen also ihren Fluchtpunkt auf dem Horizont haben.
Man sieht leicht ein, daß alle Figuren durch den Horizont halbiert werden, und daß man allgemein sagen kann:
Satz 21. Alle auf der Grundebene stehenden Figuren werden durch den Horizont im gleichen Verhältnis geteilt.
2. Fall. Die Augenhöhe sei 2½ m; es ist eine Figur zu zeichnen, welche sich in c' auf einer Mauer befindet.
Fig. 45.
Wir haben es unter dieser Voraussetzung mit einem hohen Horizont zu tun, der in der Mitte zwischen den Ziffern 2 und 3 verläuft ([Fig. 45]). Eine Person direkt im Vordergrund hat wieder eine Höhe ab, welche = 1½ m ist. Um die Größe der in c' befindlichen Figur zu bestimmen, verschaffen wir uns die durch c gehende Parallelebene zur Tafel, da in dieser ganzen Ebene die Figur gleichgroß ist. Wir ziehen also durch c' die Parallele zur Grundlinie, gehen dann an der Mauer senkrecht herunter und wieder parallel zur Grundlinie weiter, bis wir nach p' gelangen. Die Vertikale in p' schneidet aus der Linie CA den Punkt q' aus. p'q' ist wieder die Größe einer menschlichen Figur in der Tiefe p'. Die Figur in c' ist aber ebensogroß zu zeichnen, also muß c'd' = p'q' sein.
Fig. 46.
Bringen wir die Linien ab und p'q' in t' und r' mit dem Horizont zum Schnitt, so ist