Das wurde in der [Figur 50] auch berücksichtigt, indem die 3 Punkte fa, fb, f einer Vertikalen liegen.

Im besonderen kann eine Gerade C in einer Vertikalen Tiefenebene liegen ([Fig. 51]). Dann wird die Lotebene, welche den Riß C1 liefert, eine Tiefenebene und der Riß C1 eine Tiefenlinie. Unsere Betrachtung zeigt ohne weiteres, daß der Fluchtpunkt fc einer solchen schiefen Geraden C auf der Vertikalen durch den Augpunkt liegen muß. Die beiden parallelen Ebenen sind in der [Fig. 51] wieder schraffiert; man mag sich darunter Türen denken, die im vorliegenden Falle unter 90° gegen die Wandfläche geneigt sind, während sie sich in [Fig. 49] weniger weit öffnen. Es folgt also

Satz 24. »Liegt eine schiefe Gerade in einer vertikalen Tiefenebene, so muß ihr Fluchtpunkt auf einer Vertikalen durch den Augpunkt gelegen sein.«

[Fig. 50] gibt in dem Gebäude links ein Beispiel. Die Wand des Hauses, in welcher sich die Türe befindet, ist eine Tiefenebene. Die Giebellinien laufen deswegen nach den Fluchtpunkten Fa und Fb, die auf der Senkrechten im Augpunkt A liegen. Auch die Linien des Türgiebels haben diese Eigenschaft.

Fig. 51.

Aus der [Fig. 49] ziehen wir endlich noch eine Folgerung. Wenn die beiden Geraden A und B gleich geneigt sind gegen die Gerade X oder, was das gleiche ist, gegen die Grundebene, wenn also α = β, so ergibt sich aus den Dreiecken Offa und Offb sofort, daß dann auch

ffa = ffb

oder

Satz 25. »Sind schiefe Gerade im Raume gleich geneigt gegen die Grundebene, so liegen ihre Fluchtpunkte gleich weit vom Horizont entfernt.«