Fig. 50 a.

Man beachte, wie die horizontalen Geraden den Übergang von den steigenden zu den fallenden Geraden bilden und deswegen ihre Fluchtpunkte auf dem Horizonte haben.

Um das gleich an einem Beispiel zu veranschaulichen, ist in [Fig. 50] eine Brücke skizziert. Der mittlere Teil derselben läuft horizontal entsprechend dem Fluchtpunkt f, der vordere Teil der Brücke steigt gegen den Fluchtpunkt fa an, der rückwärtige fällt nach dem Fluchtpunkt fb.

Aus der [Figur 47] entnehmen wir noch weiter folgendes: die beiden parallelen, schraffierten Ebenen werden von der Grundebene geschnitten, also ist

O1f1A1.

Andererseits ist aber auch

O1f1Of.

Daraus folgt, daß OfA1 oder mit anderen Worten: f ist der Fluchtpunkt für den Riß A1 der Geraden A. Damit hat sich ergeben:

Satz 23. »Projiziert man den Fluchtpunkt einer schiefen Geraden auf den Horizont, so ist dieser Punkt der Fluchtpunkt für die Projektion der Geraden in die Grundebene.«