Ehe Benno eine Antwort stammeln konnte, erhob der kleine Lebrecht, der sich vor jedem Fremden fürchtete, ein erschreckliches Geheul und klammerte sich an seine Mutter.

»Ein sehr liebes Kind!« stotterte Benno und legte seine Hand auf Lebrechtchens Kopf – ein Beruhigungsversuch, den dieser angenehme Knabe mit verdreifachtem Gebrüll beantwortete.

Hatte er dieses kräftige Organ von seinem Vater oder von seiner Mutter geerbt?

Rita und Benno starrten sich verdutzt an.

»Er ist etwas nervös,« bemerkte Rita entschuldigend.

»Aber er scheint ein guter Junge zu sein,« sagte Benno verbindlich und zog eiligst seine Hand zurück, denn der gute Junge hatte nach ihr gebissen.

»Ist das Ihr Brüderchen? Er sieht Ihnen so ähnlich.«

»Es ist mein Sohn,« antwortete Rita ruhig und gelassen.

Es gab Benno einen Stich.

»Sie sind verheiratet?« frug er enttäuscht.