»Adolf,« sagte der dicke Herr Schröder, »es hat nach Ihne delefoniert,
Se solle aageblicklich haamkomme!«
Da wußte Adolf gleich, was los war.
»Herr Schröder,« stammelte er erregt, »Herr Schröder, merr kriehe
Kinner!«
»#Merr#??« meinte Herr Schröder. »Merr? — Net, daß ich wißt'!«
Adolf Borges stürmte davon. Er rannte unterwegs eine alte Dame um, aber er hatte keine Zeit, sie um Entschuldigung zu bitten, sondern er fauchte nur im Weitersausen: »Ahl Schachtel, kannstde net Blatz mache!«
Als er zu Hause ankam, war schon alles vorbei. Katharina lag erschöpft und bleich im Bett, mit zusammengekniffenen Lippen. Er stürzte auf sie zu, sie zu umarmen und zu küssen, aber sie runzelte die Stirn und zog den Kopf zurück.
Großvater Bindegerst saß am Bett und sagte: »Ich gradulier! Gut is gange! Awwer 's nächste Mal geh' ich widder spaziere!«
Adolf suchte das Kind. In dem kunstvoll gezimmerten Bettchen lag ein kleines Etwas, das einem gelblichen Affen nicht unähnlich sah. Er wollte es an sich reißen, da sagte eine fremde, dicke Frau: »Nix da! Se hawwe jedz hier gar nix zu suche! Se könne sich den Bub später noch genuch betrachte!«
»Den Bub?« jubelte Adolf. »E Bub is es! Kättche, was e Glick!«
Er wollte wieder zu Katharinas Bett eilen, niederknien, sie küssen; er stieß dabei eine kleine Badewanne um, die am Boden stand, und verursachte eine Überschwemmung.