»Ruhe! Mach', daß du in deinen Stall kommst!« fauchte er mich an.
Ich aber ließ mir Zeit, die Ursache des seltsamen Schießens zu erkunden, in das sich nun deutlich auch Kanonendonner mischte.
Da sah ich hoch am Himmel einen Lichtschimmer sich bewegen, ein kleines Licht mit einem grauen Riesenleib, der surrend knurrte.
Nie noch habe ich ein so furchtbares Lufttier gesehen, nie einen so schreckenerregenden Dämon. O, ich verstand, daß sich die Franzosen und Engländer vor diesem Ungetüm fürchteten, das sie »Zeppelin« nannten. Es soll furchtbare Kugeln ausspeien, die Brand und Verwüstung zeugen.
Als ich in die Kirche zurücktrat, umringten mich meine Brüder, und ich erzählte ihnen, was ich gesehen hatte.
Wir warfen uns zu Boden, beteten zu Schiwa und Wischnu, daß sie diesen Luftdämon vernichten mögen, und mit ihm die deutschen Dämonen! ...
Am Morgen wurden wir weitergetrieben, immer weiter nach Norden. Etliche von uns fielen um, erschöpft vor Kälte und Hunger, und wir durften ihnen nicht helfen. Mögen die guten Götter sich ihrer Seelen erbarmt haben!
Und mit unserer Mühsal wuchs unser Haß gegen die Deutschen. Immer neue Schandtaten dieser Dämonen erfuhren wir durch unsere Vorgesetzten.
Einmal begegneten uns Wagen, die waren mit roten Kreuzen bemalt. Sie waren dicht verhängt, so daß wir den Inhalt nicht sehen konnten, aber wir hörten aus ihrem Innern Stöhnen, Schreien und Wimmern.
Und unser Kolonel sagte: »Das haben die deutschen Barbaren verschuldet, die den Krieg mitten im Frieden angefangen haben! Und deshalb müssen sie vernichtet werden!«