»So sind es deutsche Dörfer, die ringsum brennen?«

»Ja, wir sind mitten in Deutschland! In der Provinz Brandenburg!«

Ich wollte ihn fragen, warum in Deutschland die Bauern alle Französisch sprechen — aber ehe ich den Mund öffnen konnte, geschah etwas Entsetzliches: unter heulenden Fistelstimmen ging ein Regen von dicken Eisenstücken auf uns nieder, die sich beim Anprall auf die Erde in glühende, feuerspeiende Teufel verwandelten.

Der Kolonel griff sich nach dem Kopf, taumelte nach vorne und blieb, mit dem Gesicht in den Schnee fallend, bewegungslos liegen. Wildes Geschrei erhob sich, wir stoben auseinander, und wenig hätte gefehlt, daß wir uns in der sinnlosen Verwirrung gegenseitig mit unseren Messern angefallen hätten. Über die am Boden sich krümmenden Körper hinweg rannten wir instinktiv zurück — heraus aus der Hölle, deren Dämonen uns heulende Eisenbälle nachschleuderten.

Hinter einem Hügel sammelten wir uns wieder.

Wir Hindus sprachen kein Wort. Ich dankte dem Schicksal, das mich behütet und aufbewahrt hatte, meine Brüder zu rächen.

Die Weißen flüsterten aufgeregt miteinander. Manche von ihnen schrieben Briefe und Karten an ihre Frauen und gaben sie sich gegenseitig.

An wen hätte ich schreiben sollen? ...

In der Nacht führte man uns in einem großen Bogen gen Westen. Lautlos stapften wir über den gefrorenen Schnee; die Sterne, die in Indien so gütig blicken können, starrten mit feindseliger Kälte auf unseren Zug herab, der sich in Windungen vorwärtsschob — einer riesigen Malatri vergleichbar.

Und diese aus zitternden Menschen gebildete Schlange kroch über Hügel, durch Schluchten, wälzte sich über zugefrorene Bäche und Flüsse. Wir Hindus wurden ungeduldig: »Weshalb treibt man uns in der Irre umher, statt uns den Feinden gegenüberzustellen?«