Die Engländer gaben uns zur Antwort: »Nur noch ein Weilchen! Dann wird euer Wunsch erfüllt. Wir meinen es gut mit euch, deshalb kommt ihr in die vorderste Reihe, wo es am ungefährlichsten ist; wir aber bleiben waghalsig weiter rückwärts.«

Und so geschah es auch.

In die vorderste jener Erdfurchen, die sie »Schützengräben« nennen, legten sie uns Inder. In einer Frostnacht, die uns die Glieder schier zu steifen Stäben fror, lösten wir die Franzosen ab, die bisher in dieser Furche gehaust hatten. Lautlos, als gälte es einen Einbruch, wechselten wir die Plätze.

Und da lagen wir drei Tage, durften kein wärmendes Feuer entzünden und warteten vergeblich, daß uns die Engländer den versprochenen Reis nach vorne brächten.

Eisenkugeln flogen über unsere Köpfe hinweg — wir beachteten sie nicht mehr.

Ich war so matt, daß ich im Stehen stundenlang schlief. Einmal weckte mich der rauhe Gesang jenes Liedes, das ich einst in Bombay hatte aus dem Gefängnis singen hören, jenes seltsamen Liedes, das ich für ein religiöses halte und das mit den Worten beginnt: »Deutschland, Deutschland über alles.«

»Sind die Deutschen so nahe?« frug ich einen Sergeanten.

»Sie liegen fünfzig Meter von uns im Schützengraben.«

Ich weiß nicht, wie weit fünfzig Meter sind, aber es muß eine geringe Strecke sein.

Konnten wir doch auch den Dunst gekochten Fleisches bis zu uns herüber riechen.