Ich riß meine Beine, die der eine von neuem gepackt hatte, strampelnd los.
»Seid ihr Deutsche?« entrang es sich mir stöhnend.
»Ja, das sind wir. Nun aber schweige, sei vernünftig und lasse dich von uns wegtragen!«
»Nein!« schrie ich auf und wälzte mich in dem blutigen Schnee. »Nein! Ihr wollt mich fressen! Ich will nicht geschlachtet werden! Lieber will ich hier verenden wie ein wundes Tier! Berührt mich nicht!«
Die beiden sahen sich kopfschüttelnd an. Sie sprachen wieder in ihrer fremden Sprache, und ich suchte, angstgepeinigt, in ihren Mienen ihre Absichten zu lesen. Hätte ich einen Revolver gehabt, ich hätte sie erschossen.
Schließlich zuckte der eine die Achseln, sie beugten sich nieder, hoben mich mit eisernen Griffen auf die Bahre und trugen mich hinweg.
Ich brüllte: »Ihr Dämonen, Hunde, ihr wollt mich zerstückeln! Aber ich esse euer unreines Fleisch nicht! Seid verflucht! Laßt mich los!«
Und ich spuckte meinen blutigen Auswurf nach ihnen. Aber sie ließen sich nicht irre machen.
Ach, ich war zu schwach, mich ernstlich zur Wehr zu setzen. Meine Gedanken verwirrten sich wieder, und meine Seele nahm von neuem Abschied von meinem gefolterten Leibe. — — —
Als ich die Augen aufschlug, fand ich mich in einem großen halbdunklen Zelt, auf einer Bahre liegend. Um mich herum standen ähnliche Bahren und auf jeder lag ein Mensch. Die Luft war von ungekannten, bitteren Düften erfüllt.