»Adieu, — verzeihe, das Wort darf man ja nicht mehr gebrauchen: Leb wohl!«

Dieses Telephongespräch fand um drei Uhr mittags statt, — um halb vier war ich bei Mister Galgenstrick.

Ich fand ihn ruhiger, als ich gehofft hatte. Er begrüßte mich lächelnd und schien sich zu freuen. Er »schien«, — denn bei diesem Menschen, der sein Mienenspiel eisern in der Gewalt hielt, mußte man sich aufs Erraten seiner stummen Empfindungen beschränken.

»Wie fühlst du dich, Galgenstrick?«

»Der Doktor ist gut,« antwortete er ausweichend. »Aber heiliger Kuhmist wäre besser!«

»Du hast nach mir verlangt?«

»Ja, ich will dir weiter erzählen.«

»Strengt es dich auch nicht zu sehr an?«

»Darauf kommt's nicht mehr an. Das Schicksal tut, was es will.«

Er ließ sich von mir das Kopfkissen tiefer in den Rücken schieben, so daß er halb aufgerichtet lag, und erzählte: