»So höre mich: Versuche, wenn mohammedanische Soldaten in deiner Nähe sind, unauffällig dieses Zeichen zu machen! Aber lasse es nie die Engländer sehen! Erwidert keiner meiner Brüder das Zeichen, so tue, als habest du nur eine unwillkürliche, spielerische Handbewegung gemacht. — Wenn dich aber einer mit demselben Zeichen wiedergrüßt, so gib ihm dieses!«
Blitzschnell hatte er aus seinem Kleid ein versiegeltes Schreiben gezogen und es mir in eine Falte des Gewandes geschoben. Ich trat einen Schritt zurück, denn noch konnte ich mich nicht an die körperliche Berührung eines Nichthindus gewöhnen.
»Lasse es nicht in die Hände der Engländer fallen!« zischelte er.
Ich sperrte Nase und Mund auf. War das alles? Ein versiegeltes Schreiben? Und deshalb so viel Geheimtuerei?
»Was bedeutet das Ganze?«
»Ein frommes Werk! Die Götter werden es dir lohnen! Und die Engländer dich dafür verwünschen!«
Ich wußte nicht, welche von beiden Belohnungen mir die begehrenswerteste dünkte.
»Und ich soll es irgendeinem Mohammedaner geben?«
»Irgendeinem, der das Zeichen kennt!«
»Und wann soll ich zum ersten Male das Zeichen erproben?«