»Eben deshalb habe ich darum gebeten. Meine Seele lechzt danach, in einen anderen Leib überzugehen.«
Darauf konnte ich nichts erwidern.
Ich wartete, bis Mister Galgenstricks Mienen sich wieder glätteten und er zu erzählen fortfuhr:
Die Stadt, in deren Hafen wir nun anlegten, liegt in Frankreich und heißt Marzel. Geschrieben wird sie M-a-r-s-e-i-l-l-e.
Sie hat einen sehr schönen Hafen, in dem viele Schiffe lagen und auf das Ende des Krieges warteten. Es kommen immer mehr dazu, und als ich einmal einen englischen Kameraden frug, warum diese Schiffe untätig im Hafen ruhen, lachte er:
»Zur Hebung des französischen Außenhandels.«
Mir fiel überhaupt bald auf, daß in den Augen der Engländer ein leises Lächeln zuckt, wenn sie über Frankreich reden, und ich vermute, sie betrachten die Franzosen als eine Art weiße Hindus und lassen sie eine ähnliche Rolle in diesem Krieg spielen wie uns.
Die Franzosen sind kleinere Menschen als wir, aber sie sind viel lebhafter, sie gestikulieren heftig, und auch wenn man, wie ich, ihre singende Sprache nicht versteht, kann man meistens erraten, was sie meinen. Sie reden sehr viel und sehr schnell. Man sollte es kaum für möglich halten, daß die Frauen dort noch mehr sprechen als die Männer, aber es ist doch so.
Ich habe von ihrer Sprache nur drei Wörter behalten können, die ich oft hörte: »Oui«, »pardon« und »cochon«.