Eine Militärkapelle, die längs der Wagen des Zuges aufgestellt war, setzte mit einem Marschlied ein. Mitten durch den Lärm der Musik gellte ein Pfiff der Lokomotive, wir wurden wild durcheinandergeworfen — der Zug fuhr.

»Oui, pardon, cochon!« flüsterte ich vor mich hin. »Lebewohl, Marzel, du warst eine schöne Stadt! Und wenn man die Weißen aus dir hinauswerfen und dafür Hindus ansiedeln könnte, würdest du noch gewinnen! Wie hat mich dein Schmutz angeheimelt! Lebewohl, auch du, Schlange in dem Glaskasten, adieu Marzel!«

Betrachte auch du, Herr, den Lokomotivpfiff als ein Zeichen zum Aufbruch und lasse mich nun allein! Ich bin müde.


Lächelnd über diesen eleganten Hinauswurf erhob ich mich.

Öfter als einmal hatte ich an diesem Mittag in den Augen Mister Galgenstricks jenes durchtriebene Leuchten drollig-naiver Spitzbüberei beobachtet, das mir bei meinem ersten Besuche aufgefallen war. Kein Zweifel: Galgenstrick hatte in Marseille auch einige Abenteuerchen erlebt, die er mir verschwieg. Ganz so eisern, wie er sich dessen rühmte, hatte er sein Mienenspiel doch nicht in der Gewalt.

Ich setzte mich zu Hause an meinen Schreibtisch, legte mir die Notizen und Manuskriptpapier zurecht und griff in meine Rocktasche, um mir die gewohnte Arbeitszigarette anzuzünden, da — ja, zum Kuckuck, wo war denn mein Zigarettenetui?!

»Anna!«

»Gnä' Herr?«

»Sehn Sie doch mal nach, ob im Mantel meine Zigaretten stecken!«