»Ist da nun, Ānando, ein Mensch, der kein Mörder und Dieb, kein Wüstling, Lügner, Verleumder, kein Zänker und Schwätzer, nicht begehrlich, nicht gehässig, recht gesinnt war, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt, so hat er seine böse That, die leidig empfunden wird, eben früher begangen, oder später begangen, oder hat in seiner Sterbezeit eine falsche Erkenntniss vollzogen und vollbracht: darum ist er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab gerathen. Wenn er aber hier also wohl gewandelt war, hat er sich die Folge davon schon bei Lebzeiten fühlbar gemacht, oder bei der Auferstehung, oder bei nachmaliger Wiederkehr.

»So giebt es denn, Ānando, ein Wirken, das unmöglich ist und unmöglich erscheint; {367} giebt ein Wirken, das unmöglich ist und möglich erscheint; giebt ein Wirken, das möglich ist und auch möglich erscheint; giebt ein Wirken, das möglich ist und unmöglich erscheint.«[178]

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Ānando über das Wort des Erhabenen.

137.

Vierzehnter Theil

Siebente Rede

SECHSFACHEN GEBIETES ABZEICHEN

Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!« — »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:

»Sechsfachen Gebietes Abzeichen will ich euch Mönchen weisen: das höret und achtet wohl auf meine Rede.«

»Ja, o Herr!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also: