»So ist es allerdings, o Herr: ich fasse die vom Erhabenen verkündete Lehre also auf, dass es dieses unser Bewußtsein ist, welches im Kreislauf des Wandelseins beharrt, unveränderlich.«
»Was ist das für ein Bewusstsein, Sāti?«
»Was da wieder als selbes, sag’ ich, o Herr, da und dort den Lohn guter und böser Werke genießt.«
»Von wem hast du denn, du bethörter Mann, gehört, dass ich eine solche Lehre verkündet hätte? Habe ich nicht, o Thor, auf manigfaltige Weise die bedingte Natur des Bewußtseins erklärt: ›Ohne zureichenden Grund entsteht kein Bewusstsein‹? Aber missverständigen Sinnes, o Thor, willst du uns verbessern und gräbst dir selbst das Grab und schaffst dir schwere Schuld. Das wird dir, o Thor, lange zum Unheil, zum Leiden gereichen.«
Und der Erhabene wandte sich an die Mönche:
»Was meinet ihr wohl, Mönche? Hat dieser Mönch Sāti, der Fischersohn, in unserer Heilsordnung nicht etwa Brand gestiftet?«
»Wie wäre das möglich, o Herr, nein, wahrlich nicht, o Herr!«
Auf diese Worte setzte sich Sāti der Mönch, der Sohn eines Fischers, verstummt und verstört, gebeugten Rumpfes, gesenkten Hauptes, das Antlitz von brennender Röthe übergossen, wortlos nieder. Als nun der Erhabene sah, wie Sāti der Mönch, der Sohn eines Fischers, verstummt und verstört dasaß, gebeugten Rumpfes, gesenkten Hauptes, das Antlitz von brennender Röthe übergossen, wortlos, sprach er also zu ihm: »Dies wird sich als deine eigene verkehrte Meinung erweisen, o du Bethörter; ich werde nun die Mönche befragen.«
Und der Erhabene wandte sich an die Mönche:
»Versteht auch ihr, meine Mönche, die verkündete Lehre also, wie dieser Mönch Sāti, der Fischersohn, der missverständigen Sinnes uns verbessert {259} und sich selbst das Grab gräbt und schwere Schuld schafft?«