{123} »Gehe, o Mönch, und sage in meinem Namen dem Mönche Moliyaphagguṇo: der Meister ruft dich, Bruder Phagguṇo.«
»Wohl, o Herr!« erwiderte jener Mönch, dem Erhabenen gehorchend, begab sich dorthin wo der ehrwürdige Moliyaphagguṇo weilte, und sprach hierauf also zu ihm:
»Der Meister ruft dich, Bruder Phagguṇo.«
»Gut, o Bruder, ich komme!« erwiderte der ehrwürdige Moliyaphagguṇo jenem Mönche, begab sich dorthin wo der Erhabene weilte, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Hierauf nun sprach zum ehrwürdigen Moliyaphagguṇo der Erhabene also:
»Ist es wahr, wie man sagt, Phagguṇo, dass du zu ungehöriger Zeit in Gesellschaft der Nonnen weilst? Also weilst du, heißt es, Phagguṇo, in Gesellschaft der Nonnen, dass, wenn irgend einer der Mönche dir gegenüber jene Nonnen tadelt, du darob entrüstet und verstimmt schlechthin einen Verweis ertheilst; und wenn irgend einer der Mönche jenen Nonnen gegenüber dich tadelt, jene Nonnen darob entrüstet und verstimmt schlechthin einen Verweis ertheilen: weilst du wirklich also, Phagguṇo, in Gesellschaft der Nonnen?«
»Ja, o Herr!«
»Bist du denn nicht, Phagguṇo, als edler Sohn von Zuversicht bewogen aus dem Hause in die Hauslosigkeit gewandert?«
»Ja, o Herr!«
»Das steht dir nicht wohl, Phagguṇo, der du als edler Sohn von Zuversicht bewogen aus dem Hause in die Hauslosigkeit gewandert bist, dass du zu ungehöriger Zeit in Gesellschaft der Nonnen weilst. Darum also, Phagguṇo: wenn auch irgend einer dir gegenüber jene Nonnen tadeln mag, so magst du, Phagguṇo, alle gemeinen Regungen, alle gemeinen Erwägungen verleugnen, so hast du dich, Phagguṇo, solcherart wohl zu üben: ›Nicht soll mein Gemüth verstört werden, kein böser Laut meinem Munde entfahren, freundlich und mitleidig will ich bleiben, liebevollen Gemüthes, ohne heimliche Tücke‹: solcherart hast du dich, Phagguṇo, wohl zu üben. Darum also, Phagguṇo: wenn auch irgend einer in deiner Gegenwart jene Nonnen mit Fäusten schlüge, mit Steinen würfe, mit Stöcken prügelte, mit Schwerdtern träfe, so magst du, Phagguṇo, alle gemeinen Regungen, alle gemeinen Erwägungen verleugnen, so hast du dich, Phagguṇo, solcherart wohl zu üben: ›Nicht soll mein Gemüth verstört werden, kein böser Laut meinem Munde entfahren, freundlich und mitleidig will ich bleiben, liebevollen Gemüthes, ohne heimliche Tücke‹: solcherart hast du dich, Phagguṇo, wohl zu üben. Darum also, Phagguṇo: wenn auch irgend einer dir gegenüber Tadel aussprechen mag, so magst du, Phagguṇo, alle gemeinen Regungen, alle gemeinen Erwägungen verleugnen, so hast du dich, Phagguṇo, solcherart wohl zu üben: ›Nicht soll mein Gemüth verstört werden, kein böser Laut meinem Munde entfahren, freundlich und mitleidig will ich bleiben, liebevollen Gemüthes, ohne heimliche Tücke‹: solcherart hast du dich, Phagguṇo, wohl zu üben. Darum also, Phagguṇo: wenn auch irgend einer dich mit Fäusten schlüge, mit Steinen würfe, mit Stöcken prügelte, mit Schwerdtern träfe, so magst du, Phagguṇo, {124} alle gemeinen Regungen, alle gemeinen Erwägungen verleugnen, so hast du dich, Phagguṇo, solcherart wohl zu üben: ›Nicht soll mein Gemüth verstört werden, kein böser Laut meinem Munde entfahren, freundlich und mitleidig will ich bleiben, liebevollen Gemüthes, ohne heimliche Tücke‹: solcherart hast du dich, Phagguṇo, wohl zu üben.«
Und der Erhabene wandte sich nun an die Mönche: