»Ist es denn möglich, o Raṭṭhapālo, dass du von Abend übrig gebliebene Grütze einnimmst? Willst du denn nicht, o Raṭṭhapālo, dein eigenes Haus betreten?«
»Woher, o Hausvater, wär’ uns ein Haus eigen, die wir aus dem Hause in die Hauslosigkeit gezogen sind? Hauslos sind wir, o Hausvater. {394} Gekommen sind wir, o Hausvater, zu deinem Hause, und haben da weder Gabe empfangen noch Absage, sondern nur Schimpf haben wir empfangen.«
»Komm’, o Raṭṭhapālo, wir wollen in den Saal gehn.«
»Genug, Hausvater: fertig bin ich für heute mit dem Mahle.«
»Wohlan denn, o Raṭṭhapālo, so gewähre mir die Bitte, morgen bei mir zu speisen!«
Schweigend gewährte der ehrwürdige Raṭṭhapālo die Bitte.
Als nun der Vater des ehrwürdigen Raṭṭhapālo der Zustimmung sicher war, begab er sich nach Hause zurück. Dort ließ er einen großen Haufen von Gold und Geschmeide aufschichten, ihn mit Matten bedecken und befahl dann den früheren Frauen des ehrwürdigen Raṭṭhapālo:
»Herbei, ihr Gesponsen! Mit was für Schmucke geschmückt ihr ehedem Raṭṭhapālo dem jungen Edelmanne lieblich erschient und reizend, mit diesem Schmucke sollt ihr euch schmücken!«
Am nächsten Morgen nun ließ der Vater des ehrwürdigen Raṭṭhapālo in seiner Behausung ausgewählte feste und flüssige Speise auftragen und sandte einen {395} Boten an den ehrwürdigen Raṭṭhapālo mit der Meldung: ›Es ist Zeit, o Raṭṭhapālo, das Mahl ist bereit.‹ Und der ehrwürdige Ratṭhapālo rüstete sich beizeiten, nahm Mantel und Schaale und begab sich zu seines Vaters Wohnung. Dort angekommen nahm er auf dem dargebotenen Sitze Platz. Da ließ nun der Vater jenen Haufen von Gold und Geschmeide enthüllen und sprach also zum ehrwürdigem Raṭṭhapālo:
»Das kommt dir, o Raṭṭhapālo, als Erbtheil der Mutter zu, ein anderes vom Vater, ein anderes vom Großvater: man kann, o Raṭṭhapālo, den Reichthum genießen und Gutes thun. Komm’, o mein Raṭṭhapālo: gieb die Askese auf, kehr’ zur Gewohnheit zurück, genieße den Reichthum und thue Gutes!«