kāyadaṇḍe tvabhojanam,
mānase tu kṛte daṇḍe
prāṇāyāmo vidhīyate.
Dementsprechend ist Manus XII, 10 zu erklären.[A]
[17] Der jinistische Büßer darf allenfalls Flusswasser, aber kein Brunnenwasser trinken, um angeblich das Einschlürfen kleiner Lebewesen möglichst zu vermeiden. Vergl. die peinlichen Wasserregeln im Aupapātikasūtram § 80.[18] Zur magischen Zornesmacht cf. die Legende von Asito Devalo und den Sieben Sehern, gegen Ende der 93. Rede.
Nach den kommentariellen Sagen des Milindapañho und Mahāvastu wäre Daṇḍakāraññam etc., der Daṇḍaker Wald, im weiteren Sinne als der Daṇḍaker Reich aufzufassen. Aber raññam in der Bedeutung rajjam ist mir nicht bekannt; auch würde da wohl der Text Daṇḍakāraññam etc. erfordern. Die siamesische lectio hat allerdings das zweifelhafte Daṇḍakīraññam, dagegen aber wieder ganz klar Kāliṉgā 0, Mejjhā 0, Mātangāraññam. Richtig erscheint demnach unser Daṇḍakāraññam im Saṃskṛt als Daṇḍakāraṇyam und wird nur als undurchdringlicher Urwald erklärt, z. B. in einer ungemein interessanten und geistvollen südindischen Legende, mitgetheilt vom Paṇḍit NAṬEŚA-ŚĀSTRĪ im Indian Antiquary vol. XVII. p. 259–264.
[19] Vergl. den schönen Brauch der dhanmmaparipucchā bei Asoko, VIII. Felsenedikt.[20] anuvicca, √ i + anu + vi; cf. anuvicarati.[21] Lies mit dem siam. Texte bhagavato sāvakānam bh. 0[22] nisalho, yassa paṭibalo sabhāyaṃ n’atthi = appaṭipuggalo.[23] Lies mit dem siam. Texte appabhītassa, a + pra. 0[24] Wie allgemein bekannt diese Rede noch im dritten Jahrhundert nach Gotamo war beweist ein Relief zu Barāhat mit der Unterschrift Dighatapasi sise anusāsati: offenbar eine Darstellung jener Szene oben Seite 58 f. Denn ein anderer Dīghatapassī kommt im Kanon nicht vor.[25] Vergl. die z. Th. analoge Stelle der 12. Rede, p. 731. 13, 14, der obigen entsprechend; eine Berichtigung, welche ich dem Freunde ROBERT L’ORANGE verdanke.[26] Aehnlich der tadvralaś catvāri varṣāṇi prayuñjāno muniḥ im Sāmavidhānabrāhmaṇam II, 4, 9; III, 9, 5.[27] Von einem anderen Hundelehrling, der ein schmähliches Ende nimmt, berichtet die 24. Rede der Längeren Sammlung. — Auf das Hundegelübde bezieht sich vielleicht der śvaliḍ, cf. BÖHTLINGK-ROTH 1 s. v.; das Kuhgelübde wird im Mahābhāratam dahin erklärt, dass dem Befolger da jederzeit jegliches Lager, jegliche Atzung, jegliche Kleidung recht sei, cf. das Citat ib. s. v. govratas. Das ist aber spätere Auslegung. Denn wir haben eine ganz eigentliche govṛtti, Kuhgehabung, jenes höchsten Asketen der Turīyātītāvadhūtopaniṣat und Paramahaṃsaparivrājakopaniṣat, in med.; ebenso eine gomukha - und ajagaravṛtti, eine Krokodil- und Schlangengehabung, jener äußersten Büßer der großen Sannyāsopaniṣat, II i. m., und der Nāradaparivrājakopaniṣat, V. i. m., VII i. f. — Eine allgemeine Behandlung der obigen Sätze findet man im 9. Kapitel der Subālopaniṣat. Lapidar ausgesprochen schon in der Bṛhadāraṇyakopaniṣat III, 2, 14, IV, 4, 6 ff.
Zu den metaphysischen Folgerungen dieser und der 19. Rede hat GIORDANO BRUNO, wie mir DE LORENZO einmal im Gespräche mittheilte, einen bewunderungswürdigen Kommentar geschrieben, auf Grund der wirklichen, täglichen Anschauung und Erfahrung, Mitte der Epistola esplicatoria zum Spaccio de la bestia trionfante, ed. WAGNER p. 113.
[28] nivāpo, Futterplatz, dann der bez. Ort selbst; vergl. die 77. Rede, Anm. 96.[29] zu kappaṭṭho cf. das entgegengesetzte kappātīto, Suttanipāto v. 373, 521, 517, 860; auch akāliko. Die kommentarielle etc. Erklärung ist natürlich irrelevant.[30] Die eingangs aufgestellte doppeldeutige Frage Nāthaputtos bezieht sich auf ein altes Wort der Dharmaśāstren, e. g. bei Manus IV, 138:
Satyaṃ brūyāt priyaṃ brūyān