Auf diese Worte sprach der ehrwürdige Bhaddāli zum Erhabenen also:

»Ich, o Herr, vermag es nicht, einmal des Tages Nahrung zu mir zu nehmen: nur einmal des Tages Nahrung zu mir zu nehmen möchte mich verdrießen, möchte mich gereuen!«

»Dann also, Bhaddāli, magst du wo man dir Speise giebt einen Theil dort verzehren und einen Theil mitnehmen und später verzehren: {438} auch also, Bhaddāli, darf Speise dich fristen.«

»Auch also kann mich, o Herr, Speise nicht fristen: denn auch diese Fristung möchte mich verdrießen, möchte mich gereuen.«

Und der ehrwürdige Bhaddāli sprach da, wo der Erhabene ein Regelmaaß angab, wo die Jüngerschaft die Regel annahm, von seinem Unvermögen. Und der ehrwürdige Bhaddāli ließ sich diese ganzen drei Monate nicht vor dem Erhabenen sehn, weil er da im Meisterorden der Regel nicht vollkommen nachkam.

Um diese Zeit nun war eine Anzahl Mönche damit beschäftigt, die Kleidung des Erhabenen auszubessern: »Ist die Kleidung fertig, so wird der Erhabene, da drei Monate um sind, wieder die Wanderschaft antreten.«

Da ging nun der ehrwürdige Bhaddāli zu jenen Mönchen hin, wechselte höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit ihnen und setzte sich zur Seite nieder. Und den ehrwürdigen Bhaddāli, der zur Seite saß, sprachen nun jene Mönche also an:

»Wir machen hier, Bruder Bhaddāli, die Kleidung des Erhabenen zurecht: ist die Kleidung fertig, so wird der Erhabene, da drei Monate um sind, wieder die Wanderschaft antreten. Sieh’ wohl zu, Bruder Bhaddāli, und lass’ dir diesen Wink gegeben sein, auf dass es dir später nicht schwerer falle.«

»Freilich, Brüder!« erwiderte da zustimmend der ehrwürdige Bhaddāli jenen Mönchen. Und er begab sich dorthin wo der Erhabene weilte. Dort angelangt begrüßte er den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach nun der ehrwürdige Bhaddāli zum Erhabenen also:

»Ein Vergehn, o Herr, hat mich überkommen, wie einen Thoren, wie einen Irren, wie einen Missrathenen, der ich, wo der Erhabene ein Regelmaaß angegeben, wo die Jüngerschaft die Regel angenommen, von meinem Unvermögen gesprochen habe! So möge mich, o Herr, der Erhabene das Vergehn als Vergehn bekennen lassen, um in Zukunft an mich zu halten.