"Wenn es dir, Abkömmling Bhagas, nicht ungelegen ist, bleibe ich über Nacht in deinem Vorsaale."

"Es ist mir, o Herr, nicht ungelegen. Doch ist soeben ein Pilger angekommen, müde von einer langen Wanderung. Und er hat schon sein Lager hier aufgeschlagen. Wenn es ihm recht ist, mögest du bleiben, o Herr, nach Belieben."

Und der Erhabene überlegte sich: "Einsamkeit freilich ist der beste Gefährte. Aber dieser liebe Pilger ist hier spät angekommen, wie ich selber, müde von einer langen Wanderung. Und er ist an den Häusern unreiner, blutiger Gewerbe vorbeigegangen, ist an dem Hause des Zankes und des gehässigen Streits und an dem Hause des Lärms und der unwürdigen Freuden vorübergeschritten, um erst hier beim Hafner einzukehren. Mit einem solchen Manne zusammen kann man die Nacht verbringen."

So trat denn der Erhabene in die Vorhalle ein, wo er einen jungen Mann von edlen Gesichtszügen gewahr wurde, der in der einen Ecke auf einer Matte saß.

"Wenn es dir, Pilger, nicht ungelegen ist," sprach der Erhabene zu ihm, "bleibe ich über Nacht hier im Vorsaale."

"Geräumig, Bruder, ist der Vorsaal des Hafners; bleibe der Ehrwürdige nach Belieben."

Da breitete nun der Erhabene an der einen Wand die Strohmatte hin und setzte sich nieder, die Beine gekreuzt, den Körper gerade aufgerichtet, in heiliges Sinnen versunken. Und der Erhabene brachte die ersten Stunden der Nacht sitzend zu. Und auch der junge Pilger brachte die ersten Stunden der Nacht sitzend zu.

Da gedachte denn der Erhabene bei sich: "Ob wohl dieser edle Sohn fröhlich beflissen ist?--Wie, wenn ich ihn nun darum fragte?"

Und der Erhabene wandte sich also an den jungen Pilger:

"Weshalb, o Pilger, bist du in die Heimatlosigkeit gegangen?"