Der dritte Aphorismus lautet in der ersten Fassung und bei Plethon übereinstimmend:

„Dein Gefäß werden die Thiere der Erde bewohnen“ und beide Kommentatoren verstehen einstimmig unter dem „Gefäß der Seele“ den Leib, und unter seinen Bewohnern die Würmer. Psellos dagegen, in dessen Fassung dieser Aphorismus der Reihenfolge nach der neunzehnte ist, versteht unter „Gefäß“ das Temperament des aus allen Elementen zusammengesetzten Leibes, und unter den Bewohnern des Gefäßes die sich eines jeden Menschen, der seine Leidenschaften nicht beherrschen kann, sich bemächtigenden Dämonen nach dem Grundsatz, daß Gleiches von Gleichem angezogen wird.

Der vierte Aphorismus lautet in der ersten Fassung:

„Strebe nicht dein Schicksal zu erweitern, denn die Vorsehung giebt allen Dingen ihr bestimmtes Maaß, und ihre Handlungen sind nicht unvollkommen.“

Bei Plethon und Psellos (bei letzterem Aph. 29):

„Erweitere nicht dein Schicksal.“

Der anonyme Kommentator erklärt diesen Aphorismus allgemein moralisierend und sagt, daß diese Mahnung diejenigen angehe, welche mit der ihnen im Leben angewiesenen Stellung unzufrieden seien und wähnen, daß sie selber ihr Schicksal machen und die Beschlüsse der Gottheit verbessern könnten. Psellos und Plethon fassen das Schicksal (εἱμαρμενη, fatum, des Grundtextes) im landläufigen Sinn auf und sagen, es sei thöricht, durch Wünsche und Gebete die unabwendbaren Beschlüsse der Gottheit abändern zu wollen.

Die zweite Hälfte des vierten Aphorismus der ersten Fassung bildet in der Reihenfolge Plethons den fünften und lautet hier:

„Denn es geht nichts Unvollkommenes vom Vater der Seelen aus.“

Der Kommentar dazu sagt: