Psellos dagegen sagt:

„Obschon der Verstand uns alle Dinge erklärt, so kann doch das Wesen Gottes von ihm nicht erfaßt werden, denn dies wäre nur durch unmittelbare Erleuchtung von oben möglich. Weder der Gedanke des Menschen, noch das artikulirte Wort kann das Wesen des Schöpfers definiren. Er ist durch ehrfurchtvolles Schweigen weit passender verehrt, als durch einen Schwall von Worten. Er ist über alles Lob erhaben.“

Der siebenundzwanzigste – bei Psellos fehlende – Aphorismus hat den Wortlaut:

1. „Wahrlich, etwas ist durch den Geist wahrnehmbar, das sich den Sinnen entzieht.“

Der Kommentator bezieht das den Sinnen nicht Wahrnehmbare kurzweg auf Gott.

Der achtundzwanzigste – bei Psellos sechsundzwanzigste – Aphorismus lautet:

1. „Alles ist aus Einem Feuer hervorgegangen, welches der Urheber dem aus ihm hervorgegangenen Geist übergab, welch' Letzteren die Menschen für das Urwesen[233] selbst halten.“

2. „Alles ist aus einem Feuer entstanden.“

Der erste Kommentator sagt:

„Alles emanirt aus Gott. Er hat Alles geschaffen, nämlich die geistigen Vorbilder der Dinge[234]; der eigentliche Weltbaumeister verfertigte die irdischen Abbilder der vorigen, denn von der Materie, welche aber nicht vom Urquell des Lichts herstammt, konnte die Körperwelt nicht entstehen.“