Und er betrachtet die Welt als eine finstere Höhle, indem er die Mächte, welche die Seele hierher geleiten, sagen läßt:

„Also gelangten wir hier in die dunkele Grotte“

und er schreibt von seinem ersten Eintritte in dieselbe, von seiner Geburt:

„Und ich weinet' und schrie, da ich sah den unheimlichen Wohnsitz.“

(Shakespeare beging also vielleicht eine λογοκλοπεία an Empedocles, als er schrieb:

„Wenn wir geboren werden, weinen wir,
Weil wir die Narrenbühne Welt betreten.“)

Nachdem aber die Seele in das irdische Dasein verbannt ist, muß sie hier durch alle Arten der sterblichen Geschöpfe wandern, selbst in Pflanzen eingehen:

„Denn ich selber (scilicet Empedocles) war auch vordem schon Jüngling und Jungfrau,
Auch schon Strauch und Vogel und lautloser Fisch in dem Meere.“

Aber während andere Seelen auf dem Wege nach unten sind und immer schlimmeren Metamorphosen entgegengehen, z. B.:

„Werden zu Leu'n, die Bewohner die Berg', auf der Erde sich lagern,
Unter dem Wild und zu Lorbeern unter den laubigen Bäumen;“