Mehr ethnographisch und kulturhistorisch als occultistisch interessant sind die Mitteilungen der Alten, insbesondere Herodots über andere jenseits des den Griechen bekannten orbis terrarum wohnhaften Naturvölker, so z. B. die Taurer, die wegen ihrer Menschenopfer gefürchtet waren, die Agathyrsen, die „üppigsten Menschen; mit ihren Weibern begatten sie sich alle gemeinschaftlich, damit sie aller Brüder sind und als Blutsverwandte weder Neid noch Feindschaft wider einander hegen.“ (Herodot I, 104.) Auch die Neurer werden als gefürchtete Zauberer genannt; „denn die Skythen erzählten von ihnen, daß in jedem Jahre ein Neurer ein Wolf wird auf wenige Tage und dann nimmt er wiederum seine alte Gestalt an. Ich glaube dies zwar nicht, aber sie sagen es nichts destoweniger und schwören darauf.“ (Herodot I, 105.)

Fußnoten:

[1] F. Lenormant: Die Geheimwissenschaften Asiens. Jena 1878. S. 23.

[2] II. 30.

[3] Western Asia Inscriptions. IV. 33. Z. 36–48.

[4] Speziellen Nachweis gab ich in meinem Faustbuch, S. 153ff.

[5] Der Höllengöttin.

[6] Diese Vorstellung kommt bekanntlich auch im Hexenwesen vor.

[7] dito.