„Erscheint der Mond auffällig groß, so wird eine Finsterniß eintreten. Erscheint er dagegen auffällig klein, so wird die Ernte des Landes gesegnet sein.“ (Unvollkommene Beobachtungen von Perigäum und Apogäum des Mondes, welche zufällig mit einer Finsternis und guten Ernte zusammenfielen.)
„Zeigt der Mond am 1. und 28. des Monats das gleiche Aussehen, so ist dies ein verhängnißvolles Zeichen für Syrien. – Ist der Mond am 30. sichtbar, so ist dies ein gutes Zeichen für das Land Akkad und ein böses für Syrien.“
„Zeigt der Mond am 1. und 27. des Monats das gleiche Aussehen, so ist dies ein verhängnißvolles Zeichen für Elam.“
„Jupiter geht auf, und sein Licht ist hell wie der Tag; in einem Glanze bildet er hinter sich einen Schweif, ähnlich dem Stachel der Scorpione. Es ist dies ein günstiges Vorzeichen, welches Glück verkündet dem Herrn des Hauses und dem ganzen ihm unterthänigen Lande.“
„Leuchtet im Monat Duz der Stern Entemaslun (Aldebaran) bei seinem Aufgang sehr hell, so wird die Ernte des Landes sehr gut, und ihr Ertrag ein reichlicher sein. – Ist dagegen dieser bei seinem Aufgange verhüllt, so wird die Ernte des Landes mißrathen.“
„Wird der Mond von dichtem Gewölk verhüllt, so stehen Überschwemmungen bevor. – Trinkt der Mond in den Wolken, so wird es regnen.“
Man sieht, daß diese Aufzeichnungen der frühesten Kindheit der Beobachtung entstammen und mit Ausnahme der letzten Schlüsse vom Prügel auf den Winkel sind.
Außer den astronomischen Erscheinungen wurden noch die tellurischen eifrig beobachtet, und es hat sich das Inhaltsverzeichnis eines augurallitterarischen Werkes aus der Bibliothek des Statthalters von Niniveh erhalten, welches fünfundzwanzig Tafeln und Kapitel stark war. Von diesen fünfundzwanzig Kapiteln handelten vierzehn von günstigen und ungünstigen tellurischen Erscheinungen, elf von Astrologie. Der Text selbst ist verloren, und von den Kapitelüberschriften sind folgende Reste erhalten:
„1. Also, die Prophezeiungen von Glück und ihr Gegentheil, – die Anzeichen von Freude und Trübsal für das Menschenherz.“
„2. Also: der Herr des Geldes, der Erklärer der Regengüsse –.“