Dr. E.: Nein, so schlimm ist es nicht. Kocht man das kalkhaltige Wasser lange, so setzt sich schließlich ein großer Teil des Kalkes zu Boden. Es ist dies der berüchtigte Kesselstein, der den Fabriken und Dampfmaschinen so viel zu schaffen macht. Auch in dem Wasserkessel unserer Küche könnt ihr ihn finden, und da hätten wir gleich ein Mineral, das neben dem Wasser fast in jeder Wohnung anzutreffen ist.

Fritz: Aber es ist doch eigentlich ein Kunstprodukt und kein natürlich vorkommendes Mineral.

Dr. E.: In gewissem Sinne hast du recht. Wenn du aber bedenkst, daß es derselbe Stoff ist wie der Marmor, und daß z. B. das Stück Karlsbader Sprudelstein auf meinem Schreibtisch fast genau auf dieselbe Weise sich gebildet hat wie der Kesselstein, nämlich als Absatz aus heißem Quellwasser, so wirst du hoffentlich nicht zu streng darüber urteilen, daß unser Mineral nun gerade in einem Kochtopf zur Welt gekommen.

Doch nun genug für heute. An einem der nächsten Sonntage wollen wir einmal sehen, ob unser Haus nicht noch andere Mineralien aufzuweisen hat. Ihr könnt bis dahin vielleicht ein wenig darüber nachdenken.

Zweiter Abend.

Heda, Kurt! Hans! ruft Dr. Ehrhardt aus der Tür seines Studierzimmers den von oben herabpolternden Knaben entgegen, wo steckt ihr denn heute so lange? Es ist ja schon ganz dunkel.

Kurt: Ach, Vater, wir sind oben auf dem Boden gewesen und haben das große Puppentheater heruntergeholt, um damit zu spielen. Aber das sah aus!

Hans: Ja, lauter Spinnengewebe saßen in den Ecken, und eine große schwarze Spinne wäre mir beinah in den Ärmel gekrochen, wenn ich sie nicht noch rechtzeitig abgeschüttelt hätte.