Kurt: Wo war denn das?
Dr. E.: Vor allem ist die Rheingegend zu nennen, besonders das Eifelgebirge. Dort findet man die verschiedensten Sorten von Lava und erkennt oft noch ganz deutlich die kegelförmigen Krater, aus denen sie ehemals herausgeflossen ist. Heute freilich sind diese Krater erloschen, und in ihren Trichtern haben sich meist kleine Seen gebildet, die sogenannten Mare. Auch der bekannte Laacher See, den ihr wohl in der Geographiestunde besprochen, gehört zu diesen Kraterseen.
Doch, Hänschen, nun wird es hohe Zeit, daß wir auch von dir etwas hören. Kurt kann seine zerbrochene Schiefertafel und was er sonst noch an Mineralien hat, ein andermal vorführen.
Hans: Ach, Papa, die andern haben mir ja alles vorweggenommen. Ich habe dann überall gesucht, aber ich habe immer nur Sand gefunden, in der Küche, auf der Diele und auch in deinem Schreibzeug.
Dr. E.: Nun, mein Hansel, das ist wahrhaftig kein schlechter Fund. Sand gehört zu den verbreitetsten Mineralien und verdient wohl, daß wir uns etwas näher damit beschäftigen. Vorher wollen wir uns erst schnell unsere gesättigte Salzlösung vom vorigen Sonntag aus dem Schranke holen und sehen, was aus ihr geworden ist.
Fritz, die auf den Tisch gestellte Schale betrachtend: Ei, da sind ja lauter allerliebste kleine Würfel drin.
Hans: Ach ja, aber bloß kleine Puppenwürfel.
Wachsen der Mineralien. Kristalle
Dr. E.: Nun, wenn ihr sie größer haben wollt, müßten wir sie noch ein wenig wachsen lassen.
Kurt: Aber die Steine können doch gar nicht wachsen, denk’ ich.