Fritz: Aber dann bleibt doch weiter gar keine Möglichkeit übrig!

Dr. E.: Nur nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, Fritz! Wenn du ein klein wenig nachdenken wolltest, würdest du sogar finden, daß auch heute noch große Pflanzenmassen auf dem besten Wege sind, sich in richtige Kohle zu verwandeln, wie sie in den Bergwerken gefunden wird.

Fritz: Das könnte doch nur in den Wäldern sein?

Dr. E.: Nein, dort gerade nicht. Aber kennst du denn nicht das Brennmaterial, das namentlich auf dem Lande vielfach angewendet wird? Es sind mauersteingroße Stücke, denen man meist noch sehr deutlich ansieht, daß sie aus dem Pflanzenreiche stammen.

Torf. Entstehung der Kohlen. Steinkohle. Braunkohle

Kurt: Ach, ich weiß es, Vater! Du meinst den Torf.

Dr. E.: Richtig geraten, Kurt. An den hättet ihr aber schon früher denken sollen! — Woraus besteht denn der Torf, und wie bildet er sich?

Fritz: Überall in unsern Mooren wird ja Torf gestochen. Es sind hauptsächlich Moose, die sogenannten Torfmoose, welche in diesen Mooren wachsen. Unten sterben sie immer ab, und die abgestorbenen Massen werden zu Torf, während oben die Pflanzen weiter wachsen. So kommt es, daß man von derselben Stelle nach einigen Jahren immer wieder Torf gewinnen kann, wenn er auch schon einmal abgestochen war.

Dr. E.: Richtig ist das, was du sagst, nur keine Antwort auf meine Frage. Du hättest sagen müssen: Der Torf besteht aus den abgestorbenen und teilweise zersetzten Resten verschiedener Pflanzen, namentlich Moosarten, die noch heute auf der Erde vorkommen. Meine zweite Frage, wie er sich bildet, hast du aber gar nicht berührt, denn, daß er mit der Zeit nachwächst, ist doch keine Erklärung.

Fritz: Es wird sich dabei wohl um eine Zersetzung der Zellulose bei beschränktem Luftzutritt handeln, da die lebende Moosschicht die Luft nicht in die Tiefe dringen läßt.