»Du bist ein Sahbeth-Bei und ein Bimbaschi und weißt doch nicht, was deines Amtes ist. Wenn du ein Handschreiben des Großherrn liesest, so mußt du es vorher an Stirn, Auge und Mund drücken und alle Anwesenden auffordern, sich zu verbeugen, als ob Seine Herrlichkeit selbst zugegen wäre. Ich werde dem Khedive und dem Großwesir in Istambul erzählen, welche Achtung du ihnen erweisest!«
Das hatte er nicht erwartet. Er war so erschrocken, daß er die Augen aufriß und den Mund öffnete, ohne ein Wort zu sagen. Ich aber fuhr fort:
»Du wolltest wissen, was ich vorhin mit meinen Worten meinte. Ich bin der Ankläger und muß stehen, und dieser ist der Angeklagte und darf sitzen!«
»Wer klagt ihn an?«
»Ich, dieser, dieser und wir alle.«
Abrahim staunte, aber er sagte noch nichts.
»Wessen klagst du ihn an?« fragte der Sahbeth-Bei.
»Der Tschikarma, desselben Verbrechens, dessen er uns anklagte.«
Ich sah es, daß Abrahim unruhig wurde. Der Richter gebot mir:
»Sprich!«