»Willst du hinauf?« fragte er mich.

»Ja.«

»Du kannst nur bis zum Deghri[60] oben bleiben.«

[60] Gebet zur Mittagszeit.

Ich kam an Deck und fand bereits alle Spuren des Sturmes verwischt. Das Schiff lag in einer sehr schmalen, tief in das Land einschneidenden Bucht vor Anker. Die Segel waren abgenommen und die beweglichen Masten umgelegt worden, so daß das Fahrzeug weder vom Meere, noch vom Lande aus, welches wüst und unbewohnt erschien, leicht gesehen werden konnte.

Bis gegen Mittag blieb ich an Deck, ohne etwas Ungewöhnliches bemerken zu können. Dann aber ließ mich Abu Seïf zu sich kommen. Er befand sich nicht an Deck, sondern in seiner Kajüte, in welcher ich alle meine Waffen an der Wand hängen sah. Auch die Patronenkapsel war da, und außerdem sah ich mehrere große Ketschikise[61] am Boden liegen, welche jedenfalls Pulver enthielten. Ein Sandyk[62] stand offen, den Abu Seïf bei meinem Eintritt sofort verschloß; dennoch hatte ich Zeit genug gehabt, zu bemerken, daß er lauter Kettschuwal[63] enthielt, in denen sich wahrscheinlich die von dem Sambuk geraubten Gelder befanden.

[61] Aus Ziegenfell gefertigte Beutel. Die Haarseite ist dabei nach außen gewendet.

[62] Ein schrankartiger Kasten.

[63] Leinwandsäckchen.

»Nemtsche, ich habe ein kurzes mit dir zu reden,« sagte er.