»Fühle in seinen Gürtel, ob er ein Messer hat, Sihdi!«

»Hier ist eins; warte!«

Ich zog mit meinen hart am Gelenke gebundenen Händen das Messer hervor, nahm den Griff fest zwischen die Zähne und sägte mir die Fesseln entzwei.

»Geht es, Sihdi?«

»Ja, jetzt habe ich die Hände frei. Gott sei Dank, daß er noch nicht tot ist!«

»Sihdi, er hätte es verdient.«

»Und dennoch soll er leben! Wir binden ihn, geben ihm einen Knebel und legen ihn in meine Kammer.«

»So wird er durch die Nase stöhnen und uns verraten.«

»Ich nehme sein Turbantuch auseinander und wickele es ihm um das Gesicht. Laß jetzt ein wenig locker, so daß er Atem bekommt! – So – hier ist der Knebel – – hier sein Gürtel, um Hände und Füße zu binden – – laß den Hals los und halte seine Beine – – – so, fertig. Nun hinein mit ihm!«

Ich atmete tief auf, als ich die Thür hinter dem Gefangenen verriegelt hatte und nun mit Halef an der Treppe stand.