Der Scheik lächelte ein wenig und antwortete dann:

»Warum willst du sie vorher sehen? Ob sie alt ist oder jung, ob schön oder häßlich, das ist ganz gleichgültig; denn du wirst sie nach der Hadsch doch wieder freigeben.«

»Sind die Benaht el Arab[101] wie die Töchter der Türken, welche sich nicht sehen lassen dürfen?«

[101] Töchter der Araber.

»Die Töchter der Araber brauchen ihr Gesicht nicht zu verbergen. Du sollst das Mädchen sehen.«

Auf seinen Wink erhob sich einer der Anwesenden vom Boden und verließ das Zelt. Nach kurzer Zeit trat er mit einem Mädchen ein, dessen Ähnlichkeit mit der Amazone mich erraten ließ, daß diese die Mutter desselben sei.

»Das ist sie; blicke sie an!« sagte der Scheik.

Halef machte von dieser Erlaubnis einen sehr ausgiebigen Gebrauch. Die vielleicht fünfzehnjährige, aber bereits vollständig erwachsene dunkeläugige Schöne schien ihm zu gefallen.

»Wie heißest du?« fragte er sie.

»Hanneh[102],« antwortete sie.