»Wir wollen nur erst sehen, ob diese Schwämme hier wachsen; dann holen wir die Körbe.«
»Von welchem Stamme seid ihr?«
»Wir wohnen in der Stadt.«
Das war nun allerdings sehr frech gelogen, denn diese Männer mußten ja wissen, daß ich sie kannte. Auch Halef ärgerte sich über ihre Dreistigkeit. Er lockerte seine Peitsche und meinte:
»Glaubt ihr etwa, daß dieser Effendi und ich blind geworden sind? Ihr seid Schurken und Lügner! Ihr seid Dscheheïne und gehört zu Abu-Seïf. Wenn ihr es nicht gesteht, wird euch meine Peitsche sprechen lehren!«
»Was geht es euch an, wer wir sind?«
Ich sprang vom Kamele, ohne es niederknieen zu lassen, und nahm die Peitsche aus Halefs Hand.
»Laßt euch nicht verlachen, ihr Männer! Hört, was ich euch sage! Was diese Krieger vom Stamme der Ateïbeh mit euch haben und von euch wollen, das geht mich nichts an; mir aber sollt ihr Antwort geben auf einige Fragen. Thut ihr es, so habt ihr von mir nichts weiter zu befürchten; thut ihr es aber nicht, so werde ich euch mit dieser Peitsche in der Art zeichnen, daß ihr euch nie wieder vor einem freien, tapferen Ibn Arab sehen lassen könnt!«
Mit Schlägen drohen, ist eine der größten Beleidigungen für einen Beduinen. Die beiden griffen auch sofort nach ihren Messern.
»Wir würden dich töten, ehe du zu schlagen vermagst,« drohte der eine.