»Nein.«
»Und dennoch sagst du, daß ich mein Versprechen zu halten habe!«
»Allerdings. Wenn ich mir ein Weib nehme, so verspreche ich nicht, es wieder herzugeben.«
»O, Sihdi, warum hast du mir nicht gesagt, daß ich es ebenso machen soll!«
»Bist du ein Knabe, daß du eines Vormundes bedarfst? Und wie kann ein Christ einen Moslem im Heiraten unterweisen? Ich glaube, daß du Hanneh behalten möchtest!«
»So willst du mich also verlassen?«
»Dich, Sihdi – – –? Oh – – –!«
Er räusperte sich verlegen, kam aber zu keiner Antwort.
Ein unverständliches Brummen und später einige Seufzer waren alles, was ich zu hören bekam. Er warf sich von einer Seite auf die andere; es war klar, daß sein Wohlgefallen an dem Mädchen mit seiner Anhänglichkeit zu mir in lebhaften Zwiespalt gekommen war. Ich mußte ihn sich selbst überlassen und schlief bald ein.