Jetzt kam auch Halef herbei.
»Maschallah, Wunder Gottes! Sihdi, was hast du gethan?«
»Wie kommst du an diesen Ort?«
»Ich bin dir nachgeeilt!«
»Das sehe ich allerdings. Erkläre dich ausführlicher!«
»Sihdi, du weißt, daß ich sehr viel Geld habe. Was soll ich es in meiner Tasche tragen? Ich wollte mir ein Dschemmel dafür kaufen und ging zu einem Händler, der am südlichen Ende der Stadt wohnt. Hanneh war bei mir. Während ich mir seine Tiere besah, unter denen dieses hier das beste und so teuer war, daß es nur ein Pascha oder Emir bezahlen konnte, erhob sich draußen ein großer Lärm. Ich eilte mit dem Händler hinaus und hörte, daß ein Giaur das Heiligtum geschändet habe und geflohen sei. Ich dachte sogleich an dich, Sihdi, und sah dich auch einen Augenblick später nach der Höhe eilen. Alles drängte nach dem Hof, um Tiere zu deiner Verfolgung zu holen. Ich that dasselbe und ergriff dieses Hedjihn. Nachdem ich zuvor Hanneh befohlen hatte, in das Lager zu eilen und dem Scheik den Vorfall zu erzählen, gab ich dem Händler, der mir das Tier nicht borgen wollte, einen Klapps und ritt dir nach, um dich zu fangen. Die anderen blieben alle zurück; nun habe ich dich und auch das Dschemmel.«
»Es ist nicht dein.«
»Darüber reden wir später, Sihdi. Die Verfolger sind noch immer hinter uns; wir können nicht hier bleiben. Was thun wir mit diesem Vater des Säbels und des Betruges?«
»Wir binden ihn auf dieses ledige Kamel und nehmen ihn mit. Er wird wohl wieder zu sich kommen.«
»Und wohin fliehen wir?«