»Die türkische.«

»Pah! Hat Niniveh den Türken gehört?«

»Allerdings nicht, denn damals war von den Türken keine Rede. Aber die Ruinen gehören jetzt zum türkischen Grund und Boden, obgleich hier der Arm des Sultans nicht sehr mächtig ist. Die arabischen Nomaden sind da die eigentlichen Herren, und wer hier graben will, der hat sich zunächst auch mit ihnen in freundschaftliche Beziehung zu setzen, da er sonst weder seines Eigentums, noch seines Lebens sicher ist. Darum habe ich Ihnen ja geraten, Geschenke für die Häuptlinge mitzunehmen.«

»Die seidenen Gewänder?«

»Ja; sie sind hier am meisten gesucht und nehmen beim Transport sehr wenig Raum ein.«

»Well, so wollen setzen in freundschaftliche Beziehung – aber sogleich und sofort – nicht?«

Ich wußte, daß es bei seinen Ausgrabungen nur bei dem Gedanken bleiben werde, hatte mir aber vorgenommen, ihn nicht abwendig zu machen.

»Ich bin dabei. Nun fragt es sich, welchem Häuptling man zunächst seine Aufwartung zu machen hat.«

»Raten!«

»Der mächtigste Stamm heißt El Schammar. Er hat aber seine Weidegründe weit oben am südlichen Abhang der Sindscharberge und an dem rechten Ufer des Thathar.«