»Wie weit ist Sindschar von hier?«

»Einen ganzen Breitegrad.«

»Sehr breit! Was sind noch für Araber hier?«

»Die Obeïden, Abu-Salman, Abu-Ferhan und andere; doch läßt sich nie genau bestimmen, wo man diese Horden zu suchen hat, da sie sich stets auf der Wanderschaft befinden. Wenn ihre Herden einen Platz abgeweidet haben, so bricht man die Zelte ab und zieht weiter. Dabei leben die einzelnen Stämme in ewiger, blutiger Feindseligkeit miteinander; sie haben sich gegenseitig zu meiden, und das trägt auch nicht wenig zu der Unstätigkeit ihres Lebens bei.«

»Schönes Leben – viel Abenteuer – viel Ruinen finden – viel ausgraben – ausgezeichnet – excellent!«

»Am besten ist es, wir reiten in die Wüste hinein und befragen uns bei dem ersten Beduinen, welcher uns begegnet, nach dem Wohnort des nächsten Stammes.«

»Gut – well – sehr schön! Gleich jetzt reiten und befragen!«

»Wir könnten heute noch hier bleiben!«

»Bleiben und nicht graben? Nein – geht nicht! Zelte ab und fort!«

Ich mußte ihm seinen Willen lassen, zumal bei näherem Überlegen ich mir sagte, daß es wegen der heutigen feindseligen Begegnung besser sei, den Ort zu verlassen. Wir brachen also die leichten Zelte ab, welche von den Pferden der Diener getragen werden mußten, setzten uns auf und schlugen den Weg nach dem Sabakah-See ein.