»Du hast dich zu diesem Kampfe gegen die Angehörigen deines Volkes von fremden Zungen verleiten lassen; sei später stärker! Willst du dein Schwert, deinen Dolch und deine Flinte wieder haben?«
»Das thust du nicht, Effendi!« erwiderte er erstaunt.
»Ich thue es. Ein Scheik soll der Edelste seines Stammes sein; ich mag dich nicht wie einen Huteijeh oder wie einen Chelawijeh[163] behandeln. Du sollst vor Mohammed Emin, den Scheik der Haddedihn, treten wie ein freier Mann, mit den Waffen in der Hand.«
[163] Verachtete Stämme, die zum Pöbel gerechnet werden, ungefähr wie die Paria in Indien.
Ich gab ihm seinen Säbel und auch die anderen Waffen. Er sprang auf und starrte mich an.
»Wie ist dein Name, Sihdi?«
»Die Haddedihn nennen mich Emir Kara Ben Nemsi.«
»Du ein Christ, Emir! Heute erfahre ich, daß die Naßarah keine Hunde, sondern daß sie edelmütiger und weiser sind als die Moslemim. Denn glaube mir: mit den Waffen, die du mir wiedergiebst, hast du mich leichter überwunden, als es mit den Waffen geschehen könnte, die du bei dir trägst und mit denen du mich töten könntest. Zeige mir deinen Dolch!«
Ich that es. Er prüfte die Klinge und meinte dann:
»Dieses Eisen breche ich mit der Hand auseinander; siehe dagegen meinen Schambijeh!«