»Nein. Laß uns in die Küche gehen!«

Der Pascha von Mossul war ganz sicher ein heimlicher Unterthan des Königs Bacchus. Es wurden andere Pfeifen angezündet, und dann begaben wir uns in die Küche.

Die Herren des Vorzimmers machten sehr große Augen, als sie mich mit der »Friedenspfeife« so kameradschaftlich an seiner Seite erblickten; er aber beachtete sie nicht. Die Küche lag zu ebener Erde und war ein hoher, dunkler Raum mit einem ungeheuren Herde, auf welchem über dem Feuer ein großer Kessel voll siedenden Wassers hing, das zur Bereitung des Kaffees bestimmt war. Unser Eintritt erregte weniger Überraschung als vielmehr Entsetzen. Es saßen fünf oder sechs Kerle rauchend am Boden und hatten den dampfenden Mokka vor sich stehen. Der Pascha war wohl niemals in seiner Küche gewesen, und bei seinem Erscheinen wurden die Leute völlig starr vor Schreck. Sie blieben sitzen und stierten ihn mit weit geöffneten Augen an.

Er trat mitten in den Kreis hinein, sprengte denselben mit Fußtritten und rief:

»Auf, ihr Faulenzer, ihr Sklaven! Kennt ihr mich nicht, daß ihr sitzen bleibt, als ob ich einer euresgleichen sei?«

Sie sprangen auf und warfen sich dann wieder nieder, ihm zu Füßen.

»Habt ihr heißes Wasser?«

»Dort kocht es, Herr,« antwortete einer, welcher der Koch zu sein schien; denn er war der dickste und schmutzigste von allen.

»Hole Rosinen, du Lümmel!«

»Wie viele?«