»Sie sind gar nicht bis nach Amadijah gekommen, denn sie mußten sich teilen, um diese Truppen zu beobachten. Es ist nun erwiesen, daß der geplante Überfall nur uns gilt.«

»Ist es bereits bekannt?«

»Nein, denn dadurch könnte der Feind erfahren, daß er uns gerüstet finden wird. Ich sage dir, Emir, ich werde entweder sterben oder diesem Mutessarif eine Lehre geben, die er nie vergessen soll!«

»Ich werde bis nach dem Kampfe bei dir bleiben.«

»Ich danke dir, Emir; aber kämpfen sollst du nicht!«

»Warum nicht?«

»Du bist mein Gast: Gott hat mir dein Leben anvertraut.«

»Gott kann es am besten schützen. Soll ich dein Gast sein und dich allein in den Kampf gehen lassen? Sollen die Deinen von mir erzählen, daß ich ein Feigling bin?«

»Das werden sie niemals sagen. Bist du nicht auch der Gast des Mutessarif gewesen? Hast du nicht seinen Paß und seine Briefe in der Tasche? Und jetzt willst du gegen ihn kämpfen? Mußt du nicht deinen Arm aufheben für den Sohn deines Freundes, den ihr befreien wollt? Und kannst du mir nicht dienen, auch ohne daß du meine Feinde tötest?«

»Du hast recht in allem, was du sagest. Ich wollte aber auch nicht töten, sondern vielleicht dahin wirken, daß kein Blut vergossen wird.«