»Beinahe hätte ich euch erschossen,« lautete sein Gruß.
»Uns? Warum?« fragte ich.
»Von oben herab hielt ich euch für Fremde, und solche dürfen in dieses Thal nicht eindringen. Dann aber erkannte ich euch. Ich komme, um nachzusehen, ob das Thal der Vorbereitung bedarf.«
»Zur Aufnahme der Flüchtigen?«
»Der Flüchtigen? Wir werden nicht fliehen; aber ich habe dem Bey erzählt, wie listig du die Feinde der Schammar nach jenem Thale locktest, in welchem ihr sie gefangen nahmt, und wir werden ganz dasselbe thun.«
»Ihr wollt die Türken hierher locken?«
»Nein, sondern nach Scheik Adi; die Pilger aber sollen während des Kampfes hier untergebracht werden. Der Bey hat es so befohlen, und der Scheik ist damit einverstanden.«
Er untersuchte das Wasser und die Höhlen und fragte uns dann, ob wir ihn zurückbegleiten wollten. Dies verstand sich ganz von selbst. Wir führten unsere Pferde empor, saßen dann auf und hielten stracks auf Baadri zu. Als wir dort ankamen, fand ich den Bey einigermaßen in Aufregung.
»Ich habe Kunde erhalten, seitdem du fortgeritten bist,« sagte er. »Die Türken aus Diarbekir stehen bereits am Ghomelflusse, und die aus Kerkjuk haben unterhalb der Berge auch schon denselben Fluß erreicht.«
»So sind deine Kundschafter von Amadijah bereits zurück?«