Der Traum seines Lebens ist natürlich nicht zu Ende. Wie er selbst sagte, daß er hoffe, daß hinter diesem Blatt noch andere folgen werden, so geht auch seine Hoffnung unbeirrbar ihren Weg.
Der Tag der Freiheit muß auch ihm einmal leuchten.
Es gilt, ihn zu erleben.
Dann will er in Amerika das wahre Leben beginnen, wo seine Freunde, die Anhänger der christlichen Wissenschaft nach Millionen zählen. Auf diesen Tag hat er seine ganze Hoffnung konzentriert und wir wollen wünschen, und sind sogar gewiß, daß sie nicht zuschanden wird.
Wie ein sonderbarer Heiliger leuchtet das Bild dieses verirrten und gestraften Menschen vor uns. Wer sich mit diesem merkwürdigen Leben, das so gar nicht in unsere Berechnung von der Wichtigkeit der Materie paßt und doch ganz ihr entsprungen scheint, einmal befaßt hat, wird es nicht mehr los. Wie auch alle bestätigen, die mit Strauß in nähere Berührung kamen. Es geht eine unwiderstehliche Kraft von ihm aus, die fesselt und anzieht und einen nicht mehr freigibt.
Weil er die Inkarnation unserer eigenen Problematik verkörpert: Von der Unruhe und dem Vorbeileben wegzukönnen in den Frieden einer so oft und heiß erkannten und gewünschten Innerlichkeit.
Ein Yogha, ein indischer Fakir zu werden, über den die Zeit und der böse Raum keine Gewalt mehr haben. Der dieses Leben kraft seines Willens zu einem Traum hinabdrückt und aufsteigt in die gewählte, erlittene und erkannte Freiheit.
So wird über die Zufälligkeit seiner Taten und seines bösen Ruhmes hinweg auch in diesem Leben die aller Natur innewohnende symbolische Güte und Größe klar.
Der Verbrecher ist nicht allein der Verworfene und Ausgestoßene, der ob seiner Taten der Strafe und Verachtung anheimfällt. Er ist ein Opfer und ein Mitglied durch Schuld, die tief unter der Schwelle menschlicher Erkenntnis lagert, an uns gefesselt. Als habe er einen Teil der allgemeinen Schuld auf sich genommen und leide jetzt, sich selber fremd, wie etwa ein stummes Tier leidet. In diesem besonderen Fall aber erfaßte das Los einen, dem Gott gab sein Leid zu sagen. Weil es tiefer war als das aller anderen und immer tiefer wurde, je mehr er sich von der Oberfläche entfernte.
Und immer mehr von unserem Wesen nahm er an und wurde auf dem blutigen Kreuz-Umweg der Verkündiger der ewigen Weisheit des Ostens: