Da gedachten wohl die Besten: "Wahr ists, was Volker sagt." 2137
Von Niemand doch von allen ward es so schwer beklagt
Als von Markgraf Iring, dem Herrn aus Dänenland,
Was sich nach kurzer Weite wohl nach der Wahrheit befand.
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Fünfunddreißigstes Abenteuer.
Wie Iring erschlagen ward.
Da rief der Markgraf Iring aus der Dänen Land: 2138
"Ich habe nun auf Ehre die Sinne lang gewandt;
Auch ist von mir das Beste in Stürmen oft geschehn:
Nun bringt mir mein Gewaffen: so will ich Hagen bestehn."
"Das möcht ich widerrathen," hub da Hagen an, 2139
"Sonst finden mehr zu klagen Die Etzeln unterthan.
Springen eurer zweie oder drei in den Saal,
Die send ich wohlverhauen die Stiege wieder zu Thal."
"Ich wills darum nicht laßen," sprach wieder Iring: 2140
"Wohl schon oft versucht ich ein gleich gefährlich Ding.
Wohl will ich mit dem Schwerte allein dich bestehn,
Und wär von dir im Streite mehr als von Jemand geschehn."
Da ward gewaffnet Iring nach ritterlichem Brauch 2141
Und Irnfried der kühne von Thüringen auch
Und Hawart der starke wohl mit tausend Mann:
Sie wollten Iring helfen, was der Held auch begann.
Da sah der Fiedelspieler ein gewaltig Heer, 2142
Das mit Iringen gewaffnet zog einher.
Sie trugen aufgebunden die lichten Helme gut.
Da ward dem kühnen Volker darüber zornig zu Muth.
"Seht ihr, Freund Hagen, dort Iringen gehn, 2143
Der euch im Kampf alleine gelobte zu bestehn?
Wie ziemt Helden Lüge? Führwahr, ich tadl es sehr.
Es gehn mit ihm gewaffnet tausend Recken oder mehr."