Auch da will ich bei dir sein.
Und nun wußte ich, daß ich Grenzenloses um sie leiden werde, daß ich stumm in Schmerzen vielleicht stürbe, daß diese Liebe mich durch alle Höllen reiße, daß ich an Straßenecken verginge am Geruch eines Baumes an Erinnerung, und daß die Welt aus meinem Hirn ganz hinausginge um sie.
Da wurde mein Herz einmal noch wild und ungeduldig, und beschwor Gott um Kraft und Zorn gegen diese Liebe, und ich breitete die Arme aus und stand allein im Licht meiner Laterne auf dem Motor, der das Wasser zerwühlte, gegen die Dunkelheit gekreuzigt.
Und ich schrie ihn ungeduldig an:
„Warum gabst du mir ein wölfisches und wildes Herz?“
Aber schon schwand der Zorn unter der Inbrunst. Der Horizont schien endlos vertieft. Ihr Bild lag aufgeschlagen überall in meinem Blut.
Mein Herz war freudig alles zu tragen. Auch der See trug eine schmerzliche Reinheit. Der Strand leuchtete weiß. Später warf Gott den Mond in glühendem Bogen durch die Nacht.
[JAEL]
MITTEN im glitzernden Geschrei einer Galerie von Papageien fand ich dich an einem Tage, Fürstin, und wir vereinten uns. Du standest wild und gleitend, indem die bunten Vögel dich mit langen Rufen umschwebten. Als ich deine Hand küßte, erhoben sich alle auf ihren Schaukeln und schwenkten höllisch die Flügel, da brach erst dein gläsernes Gesicht unter der Rührung. Über dem Garten hing im Blau das Silberzeichen schmalsten Mondes.
Zebras tanzten glänzend wie Perlmutt in quecksilbernen Bögen auf der Wiese. Einsam schwamm der Rücken stolzen Dromedares über dem Gebüsch neben deiner Achsel.