Wir sprachen nicht Fürstin, nur unsere Augen überwanderten den Himmel und unsere Munde bebten vor Stummheit. Plötzlich aber blieben wir stehen: Du hast ein grünes Kleid . . . . Du hast einen hellen Hut. — — Staunen faßte uns wie Kinder. Wir waren wie auf Inseln eine Begegnung. Du hast ein grünes Kleid . . . . O wie war unser Tag voll Gelächter.
Das waren die alten Häuser am Main, auf die die Sonne noch einmal Strudel von Licht stürzte, daß sie erbebten. Das waren alte Pappeln und viele Fischernetze. Das waren viele Dinge, über die wir hätten weinen mögen vor Sehnsucht, aber wir standen im Wind und lachten.
Wir saßen im Dom zwischen armen Leuten und den bösen mittleren Bedrückten, eingekeilt, du Fürstin, mit den schönen Hüften. Wie strahlte uns die dunkle Ecke von Holz und das Fenster und das rote Licht.
Auch hast du gekniet, einmal, es war eine Verzückung, meine Fingerspitzen rauschten vor Seligkeit, ich hätte dich trösten können.
Du warst königlicher geworden. Es war mit jedem Schritt, als ob du groß durch eine Wüste kämest. Und die Stille um dich war wie das verknirschende Geheul einer betäubenden Menagerie.
Wie waren deine Schenkel stolz und wild. Immer war es: ich müsse ein Wort sagen, platzend von Kraft und überreif von Süßigkeit . . . . ich habe die Tigerin wieder . . . . deine Flanken leuchten . . . . dein Auge ist wirr meine Katze unter der goldenen Welle der Braue . . . . ich bin im Wahnsinn vor Glück — — — und als müsse ich lächelnd mit meinen Händen über deine braunen Wangen hinunterfahren über deine Hüften, bis an die Knie, an deren Rundheit meine Finger vergehen vor Besitz.
Wie warst du schön, Fürstin, als das Zimmer deines Hotels dich umgab und die Spiegel und deine Ringe, ich weiß es kaum noch, Sonne flammt in Strudeln um meinen Tisch. Du hattest viele köstliche Decken, Batik und Blutrot flossen ineinander.
Deine Brust aber schwebte leuchtend unter der Bluse wie das Elfenbein der Psalmen. Wie war dieser Tag dunkeläugig vor Staunen, süß von Gelächter.
Aber ich habe dich nicht geküßt.
Doch noch höher riß uns wie dieser Rausch die Stunde in dem großen Saal mit blitzendem Silber, dem Weiß, den Lichtern und der Musik von tausend redenden Menschen . . . . alles um dich wie ein Wirbel, der dich schmückte, geschart. Als wir einen schönen Fisch zwischen uns teilten, und du den burgundischen Wein zwischen dem inneren Rosa deiner langen Hände hieltest, der wie Wachs war und Öl und nach Erde schmeckte, herb und herbstlich.