Mit geblendeten Augen über die Dörfer hin, wie in einem Regenbogen strahlend, fahren wir im Wagen hin. Alle Dinge haben Tiefe vor unserem Auge. Immer liegt die Landschaft vor uns. Gott ließ uns unsere Blicke nie sehen, vor Wonne stürben wir.

Dann sahen wir Netze hingehängt vor die Sonne, und die Sonne legt sich auf jeden Tropfen, der aus den Maschen sich löst und zur Erde fällt.

Hier mußte das Ende der Welt sein. Hier steigen wir aus. Wilde Kühe sprangen auf einer zarten Wiese und wo sie fertig war, da war ein See.

In ein Boot meine Beute.

Die Luft ist stahlblau. Die Sonne ein Bündel Schwerter, deren Spitzen zerprasseln wie Flammenschwerter der Cherubim. Wind weht mit stürmender Gewalt, stet, unaufhörlich, ein endloser Wind, stets flackert das Haar. Das Wasser formt sich unter ihm zu tausend kleinen Türmen. Durch tausend Türme, die schmetternd die Wände zerschlagen, erzwingen wir eine Insel.

Gehen ins Wasser — und nun küssen wir uns.

Am Strand liegend, kommt aus unseren Herzen die Verklärung, und die Landschaft liegt anders geformt:

Zerrissene Sonne wirft der Wind in Funken durch die Luft, aber es wird ein Kranz, der aufwächst am Horizont und ihn rund macht und groß. Nun wird die geweitete Wiese vor uns Ebene mit großen Städten vor ihm, paradiesische Tiere spielen in sanften Sprüngen, und große feierliche Wolken beginnen hinter ihr aufzusteigen und weiß den Himmel zu überrunden.

Kein Wunder scheint fremd, die Erde wird innig und warm. Der See wirft Muscheln heraus und seltene Fische, mit Bärten und samtdunklen Augen. Ich sammle ihr alles, ich stehe bis zur Hüfte im Wasser und rufe hinüber, daß ich sie liebe. Mein Auge faßt die wilde Robinsonade. Die Weite hat unendliche Neue.

Aber mein Herz wurde milder, ich habe dies nie gekannt.