Er stieg hinunter in den Stall. Er strich seiner Stute über den Hals. Sie sah ihn an. Da erst überfiel ihn in einem kleinen Teil seines Hirns noch einmal Bewußtsein von dem, was nun alles von ihm abfalle. Er trat zurück. Ein Weinen riß sich in ihm los. Er legte seine Hand in das Maul der Stute. Die breiten Schultern zuckten. Lachen löste sich für immer von seinen Lippen. Dann wandte er sich.
An der Tür drehte er sich um, schlug die Achseln zurück und als sei die Last zu schwer und damit er auch dieses tilge, ging er zurück auf das Tier und tötete es.
Dann ging er durch das Fahlgrau des Morgens über die Straßen. Er ging vorüber, verächtlich an dem Pilori. Seine fleckige Brust stand offen. Alle Glocken fingen an zu läuten. Es war die Zeit der Prim. Es war hell, wie er über den Markt schritt. Ein Priester kam auf einer Stute zu dem Platz, sang laut und betete. Menschen kamen zur Kirche. Jehan ging durch sie hin und sie traten zurück und neigten sich vor ihm. So groß war an diesem Tage noch seine Macht.
Er kam an das Tor, überschritt die Brücke. Er ging weiter, drehte sich einmal um. Die Tore waren zugefallen. Rechts lag der See. Schwer knieten die acht Türme auf dem Nacken des Bollwerks um das Tor. Er sah es sinnend. Dann schritt er aufs Feld. Der Wald der Aussätzigen lag vor ihm. Wie eine Braue . . . schien es ihm.
Plötzlich traf ihn ein Schrei. Er sah einen Arm. Etwas Weißes trennte sich von dem Busch. Beautrix warf sich ihm entgegen:
„Wo willst du hin?“
„Nach dem Wald.“
„Du nimmst mich mit!!“
Er öffnete die Brust. Sie stampfte mit dem Fuß: „Es ist mir gleich.“
Jehan sagte ruhig: „Nein.“ Sie hielt ihn am Arm: „Ich will auch aussätzig sein. Was geht es dich an?“ Jehan wandte sich von ihr. Sie trat schäumend in den Weg: